Der letzte Tag in Agomanya… Wir haben uns vom Admin und dem Personal verabschiedet. Als Dankeschön habe ich ein ghanaisches Kleid mit Kopftuch und Arne ein Hemd bekommen. Die Kleider sind total bunt, richtig schön, aber auch ungewohnt! Von Francis bekamen wir Armbänder und Ketten. Sie sind typisch für Agomanya und werden dort hergestellt. Wir haben uns total gefreut! Den restlichen Tag sind wir mit den Kleidern rumgelaufen und wurden prompt häufiger gegrüßt und in Twi Gespräche verwickelt. Es war total witzig!
Am Nachmittag haben wir eine ghanaische Beerdigung miterlebt. Freitag ist immer „funeral Friday“ (Beerdigungsfreitag). Alle Verwandten kommen, holen den Toten aus der Leichenhalle ab und bringen ihn auf den Friedhof.
Wir haben uns schon gewundert, als wir im Dorf waren und ein Laster mit tanzenden Ghanaern an uns vorbei gefahren ist, es war voll die Party!
Hinterher waren wir dann schlauer… Ghanaer trinken generell sehr wenig Alkohol, vertragen dementsprechend (und wegen der Hitze) extrem wenig. Bei Beerdigungen trinken sie recht viel, um den Gefühlen freien Lauf lassen zu können und so den Verstorbenen näher zu sein. Die Atmosphäre war beeindruckend!
Prinzipiell kann man sagen, dass die ghanaische Einstellung zum Tod eine ganz andere ist als bei uns. Wir trauern, weil ein lieber Mensch von uns gegangen ist und weinen. Sie hingegen freuen sich, dass er den Weg zu Gott gefunden hat und sehen es als eine Erlösung.
Der Witz des Tages:
Wir Deutschen haben die Uhr, Ghanaer haben die Zeit.