Heute zum Frühstück: ghanaisches Fast Food, anschließend Perenterol 😛
Dann ging es los ans Reparieren. Wir haben die Kapillar-Zentrifuge repariert, sie war total verdreckt. Mit Draht und Wasser sind wir den Röhrchen zu Leibe
gerückt, danach hat alles wieder funktioniert!
Das Problem ist hier meistens der ganze afrikanische Staub. Er dringt einfach überall ein. Wenn man ihn mal draußen hat, funktionieren die meisten Geräte wieder,
so auch bei den Nebulizern heute.
Eine größere Herausforderung war da schon das Ladegerät für die sterile Akkubohrmaschine! Die Akkus wurden nicht geladen. Also: Alles aufschrauben, einmal die
ganzen Leitungen testen, ein bisschen an den Kontakten rumschrauben… und siehe da: Es geht wieder! Der eine Akku ist leider kaputt, wahrscheinlich wurde er
mit sterilisiert, der andere läuft bestens. Ziel erreicht: Im OP haben sie wieder zwei fuktionierende Bohrer! Das OP-Personal war überglücklich.
Everson, der Jüngste aus der Maintenance Abteilung, ist total motiviert. Er schraubt gerne die Geräte auseinander und schaut mal, wo das Problem liegt. Wenn alles
fertig ist, kommt er mit auf die Station, bringt die Geräte zurück und trägt alles in den Laptop ein. Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten!
Am Nachmittag gabs eine große Herausforderung! Dem Krankenhaus wurden zwei Beatmungsmaschinen für Kinder gespendet. Wir haben sie angemacht, alles piepst und
blinkt, ersteres geht echt auf die Nerven 😉 Die große Frage: Was tut das Gerät eigentlich? Zwei Recherchen im Internet weiter… Wir wissen jetzt, wo Sauerstoff
rauskommt, was die einzelnen Anzeigen bedeuten und welche Ersatzteile fehlen. Doktor Maier hat sich total gefreut! Sie wird zumindest eines der beiden Geräte
(das ist ziemlich komplett) mit in die Kinderintensivstation nehmen. Eine extra dafür ausgebildete Ärztin aus Deutschland wird kommen und die Intensivstation in
drei Wochen mit aufbauen.
Heute Abend war großes Verabschiedungsessen für Guido. 17 Gäste kamen! Wir sind aus allen Wolken gefallen, mit so vielen hatten wir nicht gerechnet! Wir mussten immer mehr Tische, Stühle und Besteck holen, da war ein bisschen improvisieren angesagt…
Zum Festessen gab es Fufu mit Fleisch oder Pilzen,
gebratenen Reis, Nudeln, frisch geschlachtete Perlhühner (Arne hat mittags dabei zugeschaut),… Es war total lecker!
Die Ghanaer sind alle sehr aufgeschlossen, wir haben viel geredet und gelacht. Sie sind sehr an unserer Arbeit interessiert, wie wir die Maintenance Abteilung
unterstützen und was wir für Geräte repariert haben. Chris hat eine schöne Reden gehalten, in der er sich bei uns und vor allem bei Guido für seine Hilfe
bedankte. Er freut sich sehr, dass wir hier sind und hofft eine langfristige Zusammenarbeit zwischen ihnen und dem Krankenhaus in Quedlinburg (da kommt Guido her)
und TeoG.
Zum Abschluss noch ein paar schöne Gruppenfotos, Guido hat ein Hemd vom Krankenhaus bekommen und dann hat die Party sich ziemlich schnell aufgelöst.
Resumé: Ein total schöner Abend, tolle Atmosphäre und viel Gelächter!